Alternative Tumortherapie durch Absaugung

Wir möchten Sie über eine neue, weniger belastende Form der Tumortherapie informieren, welche der Fettabsaugung beim Menschen sehr ähnlich ist. Sie besteht in der Vermeidung einer offenen Operation.

Da bei unserer gedeckten Tumortherapie durch Absaugung im Vergleich zu einer offenen Operation die Belastung für den Patienten sehr viel geringer ist, sprechen wir bei dieser Alternative durch Absaugung von einer Minimalinvasiven Tumortherapie bzw. einer Minimalinvasiven Tumoroperation (Alternativen Tumortherapie).

Wir behandeln mit einer modifizierten Absaugmethode als Alternative zur offenen Operation allerdings nur operationspflichtige Tumoren von Hund und Katze. 

Die alternative Methode ist NICHT dazu gedacht nur Fett abzusaugen um ein paar überflüssige Pfunde zu verlieren – dafür gibt es einfachere Methoden! Im Einzelfall, zum Beispiel bei krankhaftem Übergewicht oder in Fällen von schwerster Osteoarthritis, bei denen das Übergewicht die Gesamtsituation stark negativ beeinträchtigt, kann auch eine reine Fettabsaugung eine gute Alternative für den Patienten und damit medizinisch indiziert sein. Bitte sprechen Sie uns an.

Eine vollständige oder teilweise Absaugung des Tumors kann eine große und offene Operation vermeiden und stellt so eine wirkliche Alternative für den Patienten dar.

Auf dem rechten Bild sehen Sie eine typische Operationssituation beim Absaugen eines Tumors.
Auf dem rechten und linken Bild sehen Sie jeweils das Ergebnis nach Wundverschluss mit einem einzigen Hautstich (roter Kreis und roter Pfeil).

Lesen Sie ab hier wie früher operiert werden musste und danach welche Vorteile die neue Methode hat, bei der der Tumor über einen winzigen Zugang abgesaugt wird. 

Früher: Offene Operationen
Bei Hunden und bei Katzen entstehen sehr oft Tumore unterhalb der Haut. Manchmal wachsen sie sehr schnell oder behindern mechanisch durch ihre Größe und müssen dann in einer offenen Operation durch Haut und mehrere Schichten Gewebe darunter, die jeweils zerschnitten und wieder genäht werden müssen, entfernt werden.

Dies erfolgt über einen ersten Schnitt durch die Haut, dann ein oder mehrere weitere Schnitte durch Unterhaut und Fettgewebe. Liegt der Tumor tiefer, so muss auch noch tiefer liegende Muskulatur durchtrennt werden. Ist man dann bis zum Tumor vorgedrungen, wird er operativ entfernt. Anschließend müssen die zuvor eröffneten Schichten jeweils mit Nähten sicher wieder verschlossen werden. Zuletzt wird die Haut mit einer Reihe von Einzelheften versorgt. Alleine die Hautnaht kann, je nach Größe des Tumors, zusätzlich schon mal zwanzig bis dreißig Stiche durch die Haut notwendig werden lassen.

Das ist aufwändig, erfordert entsprechend lange Narkosezeiten und belastet den Patienten entsprechend! Dazu kommt, dass zumeist ältere Tiere betroffen sind und diese oft auch mehrfach!

Die Besitzer dieser Tiere haben besonders die Sorge vor einer langen Allgemeinnarkose mit allen Risiken und Nebenwirkungen. Darüber hinaus kann es bei älteren Patienten vorkommen, dass Wunden nicht mehr so gut heilen wie bei jüngeren Tieren und je größer und umfangreicher eine Wunde ist, desto größer ist auch die Gefahr einer Komplikation nach einer Operation.

Das alles sind Risiken, über die Sie als Tierbesitzer vor einer Operation aufgeklärt werden müssen, was nicht unbedingt zu einem besseren Gefühl bei der Zustimmung zur Operation führt.

Dazu haben wir eine Alternative entwickelt!

Heute: Minimal Invasiver Zugang!
Die Tumorentfernung durch Absaugung bietet eine ganze Reihe von Vorteilen. Die Haut wird lediglich auf einer Länge von ca. 2-3 mm eröffnet. Durch diese Öffnung wird ein Instrument bis in den Tumor geführt und das veränderte Gewebe wird abgesaugt. Die kleine Hautwunde wird dann, wie bei vielen anderen minimal invasiven Verfahren, die wir anwenden, mit einem einzigen Stich oder mit Gewebekleber wieder verschlossen.

Die Vorteile sind:
Der Tumor wird entfernt ohne mehrere große Schnitte anlegen zu müssen.

Im Einzelnen sind die Vorteile:

  • Viel kürzere Operationszeiten
  • Vermeidung des Durchschneidens von gesunden Gewebeschichten, das erspart das Nähen der Wunden und macht das Einbringen von Fremdmaterial in eine offene Wunde unnötig.
  • Es wird nicht offen, sondern gedeckt operiert. Das bedingt ein verschwindend geringes Infektionsrisiko und ein sehr deutlich geringeres Risiko an Wundheilungsstörungen zu erkranken.
  • Kürzere Operationszeiten bedingen kürzere Narkosezeiten und auch viel geringere Narkosetiefen.
  • Manchmal kann man auch ganz auf eine Vollnarkose verzichten und mit einem Dämmerschlaf und Lokalanästhesie arbeiten. Leider können wir noch nicht alle Tumoren auf diese Weise behandeln. Manche müssen zunächst weiterhin offen angegangen werden. Aber auch hier bieten wir mit Ligasure- und Hochfrequenz-Technologie Verfahren an, die das Gewebe maximal schonen und Operationszeiten sehr verkürzen!

 

Kontakt

Tierärztliche Kleintierpraxis
Claus Meyer
Reststrauch 187
41199 Mönchengladbach

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Notfälle behandeln wir natürlich ohne Rücksicht auf Termine oder Sprechzeiten.

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